Was ist eigentlich Höchstspannung?

Immer dann, wenn hohe elektrische Leistungen übertragen werden müssen, werden Höchstspannungsleitungen eingesetzt. Vor allem auf langen Strecken ist es von Vorteil, dass die Leitungsverluste geringer als bei anderen Übertragungswegen sind. (http://www.epreise24.de)

Wird Strom über sehr lange Strecken transportiert wie es zum Beispiel beim Wüstenprojekt Desertec, bei dem Strom aus der Sahara nach Europa transportiert werden soll, der Fall wäre, sind aufgrund des elektrischen Widerstandes die Verluste hoch. Um dies zu vermeiden, wird der Strom bei geringer Stärke und gleichzeitig hoher Spannung – bei Höchstspannung – in das Stromnetz eingespeist. Dieser Bereich liegt in Europa zwischen 220 und 380 KV (Kilovolt). Im Fall von Desertec würde der Solarstrom über Seekabel in das deutsche Stromnetz transportiert werden. Die Leitungsverluste, die bei Wechselspannung an Freileitungen auftreten, können auch darüber abgefangen werden, dass Gleichstrom über sogenannte Stromrichteranlagen erzeugt wird, der es ermöglicht, dass 5.000 Megawatt Strom bei einer Spannung von 800 KV über eine Entfernung von über 1.000 Kilometer transportiert werden. Dieses Verfahren wird auch als Hochspannung-Gleichstrom-Übertragung bezeichnet.

Um Höchstspannungen zu erzeugen, sind Transformatoren nicht geeignet, da es Mängel bei der Leitungsisolation gibt. Hierzu sind spezielle Generatoren nötig. Noch werden Höchstspannungsleitungen in erster Linie als Freileitungen ausgeführt, allerdings kommen – auch in Hinblick auf Umwelt- und Sozialverträglichkeit – immer mehr Kabelverlegungen unter der Erde zum Einsatz.